Erst ein Firmenlauf, dann mein erster reiner Schwimmwettkampf

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In der vergangenen Woche gab es zwei Wettkämpfe für mich. Locker bin ich es noch beim Duisburger Firmenlauf angegangen. Drei Tage später gab es meinen ersten reinen Schwimmwettkampf.

Targobank Run: Locker flockig

Der Duisburger Targobank Run ist seit Jahren mein Lieblingsfirmenlauf im Ruhrgebiet. Da drei Tage später das USee-Schwimmen anstand, habe ich es dort bewusst etwas ruhiger angehen lassen.

Ich bin etwas weiter hinten gestartet als sonst. So ungefähr 30 Sekunden liegen zwischen Brutto und Netto. Es war ein noch intensiveres Erlebnis zu erleben wie chaotisch es am Anfang zugeht. Es gibt Athleten, die laufen zu Beginn wie angestochen Zickzack, um nach 1.000 Meter schon völlig einzubrechen.

Ich begann verhalten um in der zweiten Hälfte der 5,4 Kilometer meinen Bewegungsapparat etwas stärker anzuregen. Unterm Strich wurde es eine 20:42, was einem 3:54er Schnitt entspricht. Es war auf jeden Fall ein gutes Anschwitzen für den anstehenden Schwimmwettkampf.

Fact Box: Targobank Run Duisburg 2017

Wettbewerb Targobank Run Duisburg
Datum: 24.08.2017
Distanz: 5,4 km
Zeit: 21:11 (brutto)
20:42 (netto)
Platzierung: 63. von 6.317
Platzierung AK: 16. von 532

USee-Schwimmen: Zum ersten mal ein Nur-Schwimmwettkampf

Die folgenden Zwei Tage legte ich eine sportliche Pause ein, um ausgeruht an den Start zu gehen. Noch nie habe ich einen Schwimmwettkampf bestritten ohne anschließend noch zu laufen beziehungsweise Fahrrad zu fahren und zu laufen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern schon Mal zwei Kilometer am Stück geschwommen zu sein. Ich war also entsprechend gespannt, was mich erwartet.

Der Wettkampf fand im Unterbacher See statt, am Rande von Düsseldorf. Angekommen am See traf ich Eike, der mich als Trainer während meines #schwimmsteiger-Projekts überhaupt erst zu einem Schwimmer gemacht hat und mit Gipfelkurs als Sponsor des Wettkampfs auftrat.

Zu meiner Überraschung, war die Startlinie mitten auf dem Wasser. Also nicht wie beim Triathlon am Rand warten, beim Startschuss reinrennen und losschwimmen. Es galt schon vorher Kraft investieren, um sich über Wasser zu halten und auf den Startschuss zu warten. Entsprechend knapp vor dem Start begab ich mich in die Nähe des Startschussbootes.

Und dann der Knall. Kaum zu glauben, aber es war ein noch heftigeres Gekloppe als bei der Vogtlandchallenge. Ständig kriegt man irgendwo Arme und Beine ab. Man kann beim Kraul nicht permanent nach vorne schauen, aber man bekommt eine feines Gespür für leichte Verwirbelungen im Wasser. Dann ist erhöhte Achtsamkeit gefordert.

Eine neue Erfahrung für mich waren die Algen. Anfangs geriet ich aus dem Rhythmus, wenn sich meine Arme verfingen. Dann merkte ich, dass ein leicht angepasster Armzug, das beste Mittel war, sich nicht zu verfangen. Als die Algenpopulation abnahm und das Feld sich etwas entzerrte fand ich mein Tempo.

Es war ein seltsames Gefühl. Eine Mischung aus Anstrengung und langer Weile. Ich habe mich gefragt, was Langstreckenschwimmer so denken, wenn sie lange Strecken schwimmen. Ich kann gar nicht so viel darüber schreiben, außer dass es um eine Insel ging und dass ich immer mal ein paar Meter ins Brustschwimmen wechselte, um mich zu orientieren.

Die Anstrengung war anders als beim Laufen, irgendwie weniger intensiv. Schneller wäre aber auch nicht gegangen, da der Schwimmrhythmus keine höhere Atemfrequenz zugelassen hat. Am Ende wurde es eine 38:37. Also 5 Sekunden schneller als meine 10-km-Laufbestzeit. Fairerweise muss man, dazu sagen, dass ich meinen kurzen Neoprenanzug getragen habe, der natürlich etwas beim Auftrieb unterstützt.

Am Ende ging es mir relativ schnell wieder gut. Wenn ich mal wieder ein paar Wochen mit Eike zusammenarbeite, dann wird der Fokus auf jeden Fall in der Beinarbeit liegen. Vom Gefühl her habe ich den hinteren Teil meines Körpers nicht ausreichend eingesetzt. Das ist beim Triathlon vorteilhaft, beim reinen Schwimmen allerdings verschenktes Potenzial.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich’s gar nicht so schlimm fand. Ich glaube auch Distanzen über 3 Kilometer kann ich im Wasser bewältigen (Ich rede nicht vom offenen Meer). Aber dann brauche ich in jedem Fall eine Strategie gegen die Langeweile.

Fact Box: Usee-Schwimmen 2017

Wettbewerb USee-Schwimmen 2017
Datum: 27.08.2017
Distanz: 2 km
Zeit: 38:37
Platzierung: 78. von 136
Platzierung AK: 7. von 11
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