Wasserlagebericht #schwimmsteiger: Es treibt mich auf die Palme und begeistert mich zugleich

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Seit 95 Tagen arbeite ich gezielt am Ziel meinen Schwimmstil zu perfektionieren. Training für Training komplettiert sich meine Technik Stück für Stück. Dennoch werde ich nach 100 Tagen noch weit weg von der Perfektion sein.

Das Herausforderndste in den letzten Tagen ist die Wasserlage. Bis letzte Woche war ich noch sehr unzufrieden mit meiner Position im Wasser. Meine Beine hingen sehr tief. Generell gilt, je flacher desto schneller. Die Beinarbeit lag daher im Fokus. Es wurde besser, aber nicht gut.

Letzten Donnerstag haben wir den Fokus auf die Arme gelegt. Genauer gesagt auf eine lockere, entspannende Haltung während der Überwasserphase. Überraschenderweise hat sich das extrem positiv auf die Position der Beine ausgewirkt. Höchstwahrscheinlich weil durch die niedrigere Bewegung der Schwerpunkt meines Oberkörpers insgesamt niedriger liegt. Und die vertikale Schwerpunktverlagerung während eines kompletten Zuges eine wesentlich geringere Ausschläge hat. Ich schwimme dadurch ruhiger, flacher und schneller.

Es ist wie so oft beim Schwimmen. Man versucht etwas zu verbessern und die offensichtliche Maßnahme hilft nicht. Dann verändert man ganz wo anders den Stil, arbeitet an vielen Kleinigkeiten und plötzlich stellt sich eine deutliche Verbesserung ein. Diese Komplexität treibt mich auf die Palme und begeistert mich zu gleich. Sie zeigt mir aber auch, dass der Weg der richtige ist: Intensiv betreut und 100 Tage am Stück. Einfach mal durchbeißen.

Natürlich ist die Verbesserung ein eher subjektives Gefühl. Die Chance das zu bestätigen habe ich in den nächsten Tagen. Am Donnerstag gibt’s eine Videoanalyse. Am Samstag ist der letzte Tag von #schwimmsteiger. Dann stehen die 400 Meter und die 50 Meter auf der Agenda.

Worauf ich besonders gespannt bin, ist meine Performance auf 50 Meter. Ich habe es in den letzten Tagen probiert, einen solchen Sprint zu schwimmen. Was mir dabei fehlt, ist das Gefühl für die optimale Zugzahl. Maximale Zugzahl bedeutet eben nicht maximale Geschwindigkeit. Beim Trial habe ich es überstürzt und mir damit Geschwindigkeit genommen. Ich erwarte nicht, dass ich bis Samstag den perfekten Rhythmus finde. Nach 100 Tagen werde ich zwar ein gutes Handwerkzeug haben, aber eben noch nicht die Erfahrung um das alles optimal abzurufen.

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