Ein erfolgreiches Jahr ohne Jahresendralley

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2016 ist fast vorrüber und das kommende Jahr schwebt schon in meinem Kopf. Zeit für einen ganz kurzen Blick auf das Geleistete und auf das nicht Geleistete, aber auch für einen Ausblick was noch kommen soll.

Gestart bin ich in Jahr 2016 mit Rückenwind aus meinem #400in100-Projekt, in dem ich mich innerhalb von 100 Tagen vom Marathonläufer zum 400m-Läufer verwandelt habe. Das Frühjahr stand voll und ganz im Zeichen der Rücktransformation und dem Ziel den Düsseldorf-Marathon zu absolvieren.

Transformation vollzogen

Schon bei den Vorbereitungswettkämpfen spürte ich einen enormen Leistungssprung und konnte bei der Winterlaufserie in Hamm im Februar eine neue 10 Kilometer-Bestzeit aufstellen. Die Generalprobe für den Düsseldorf-Marathon absolvierte ich beim Dortmunder AWO-Lauf. Zum ersten Mal seit 5 Jahren und zum zweiten Mal überhaupt habe ich einen Halbmarathon in unter 1:24:00 bestritten.

Diese Erfolgserlebnisse manifestierten mein Ziel in Düsseldorf alles auf die 3-Stunden-Karte zu setzen. Ich war in guter Form und hatte eine gute Vorbereitung absolviert. So richtig abschätzen ob es für Sub3 reicht oder eher eine 3:05 wird konnte ich aber nicht. Ich wusste jedoch, dass ich mich wesentlich mehr über eine zu konservativ gelaufene 3:05 ärgern würde, als über einen schmerzhaften Einbruch beim Versuch die 3 zu knacken. Gemeinsam mit Jens aus der Crew ging ich an den Start. Gemeinsam durchliefen wir die Halbmarathon-Marke knapp unter 1:29 und fühlten uns dabei noch sehr gut. Und gemeinsam erreichten wir unser Ziel und fielen uns nach einer 2:59er Zeit in die Arme. An diesem lange gehegten Läufertraum ist jetzt ein Haken.

Die Euphorie über das geleistete führte mich aber auch zu einem kleinen Dämpfer. Es gibt Laufliteratur, die besagt, dass 2 Wochen nach einem Marathon 10km-Läufe in Bestzeit absolviert werden können. Das wollte ich ausprobieren und ging dabei gnadenlos krachen. Lieber da, als beim Marathon. Wieder 2 Wochen später stand dann schon der Rennsteig-Halbmarathon an. Auch der kam etwas zu früh. Ich verbesserte zwar meine Vorjahreszeit um zwei Minuten, bewegte mich aber die letzten 2 Kilometer bei deutlich reduziertem Tempo knapp unterhalb der Krampfgrenze.

Zweitbester Fitnessblogger 🙁

Dann kam ein Break und ich bewegte mich weg, von den läuferischen Zielen. Ich nahm an der Challenge zum fittesten Fitnessblogger teil. Über mehrere Wochen trainierte ich in 10 Disziplinen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dort verpasste ich den Sieg knapp. Ein besser aufgenommener Kniebeuge-Clip hätte mir den Sieg gebracht, aber ich habe mich bei den Video-Settings leider dumm angestellt. Meine Fitness konnte ich dennoch auf ein neues Niveau heben. Als Beispiel möchte ich die 70-Liegestütze-Marke anführen, die ich zum ersten mal in meinem Leben knacken konnte.

DNS ist besser als DNF

Nach dieser Phase, steigerte ich wieder die läuferischen Umfänge und behielt trotzdem die regelmäßigen Krafteinheiten bei. Ziel war die Getting Tough Race im Dezember. In der unmittelbaren Vorbereitung ging ich beim Bottroper Herbstwaldlauf über 25km an den Start und holte mir die notwendige Wettkampfpraxis. Und dann siegte die Vernunft: Da ich in der Vorbereitungszeit zu oft angeschlagen war, entschied ich mich gegen einen Start in Rudolstadt. Für solch einen Wettkampf brauche ich totale Fitness und die konnte ich nicht aufrecht erhalten. Also werde ich mit einer offenen Rechnung ins nächste Jahr gehen.

Auch wenn ich das Highlight zum Jahresende aus dem Programm nehmen musste, blicke ich mit Freude auf das vergangene Jahr zurück und freu mich vor allem auf’s Nächste. Die Getting Tough Race ist in jedem Fall ein Kandidat aber die Zusammensetzung wird eine andere sein.

100 neue Tage 2017

In der Suche nach sportlicher Abwechslung werde ich mir treu bleiben. Für das Frühjahr plane ich eine Neuauflage des „in100Tagen“-Formats. Dieses mal wird es eine ganz andere Sportart geben. Wer in Vergangenheit aufgepasst hat, weiß schon worum es gehen wird. Alles Nähere wird es an dieser Stelle in den nächsten Tagen geben. Für die Zeit danach geistern kurze Trailwettkämpfe, Hindernisläufe und Crosstriathlons in meinem Kopf herum. 2017 wird auf jeden Fall ein Jahr mit weniger Straße und dennoch hoher Geschwindigkeit und Dynamik werden.

Alles weitere wird’s dazu in den nächsten Wochen geben. Und bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr.

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