Wettkampf-Rückblick 2015

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Ein besonderes Jahr ist zu Ende gegangen. Es war mein erstes Jahr in der Altersklasse 30, aber auch ein Jahr in dem ich wieder eine, für mich, neue Disziplin in Wettkämpfen ausprobiert habe: Den Sprint.

Rennsteig-Comeback

Das erste Highlight der Saison war der Rennsteiglauf. In meiner Thüringischen Heimat, wo ich 2011 schon mal die 43km absolviert habe, gab es dieses mal den Halbmarathon, zusammen mit Anne. Natürlich garniert mit saftigen Höhenmetern.
Leider mussten wir in Block 7 starten, da wir keine aktuelle Referenzzeit zu verbuchen hatten. Dennoch lief es ausgezeichnet. Am Ende landete ich in den besten 3% und habe einen vorderen Block für die nächsten 3 Jahre sicher.

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5 mal aufs Treppchen

Ganze fünf Treppchenplatzierungen standen zu Buche. Dabei profitierte ich beim Firmenlauf in Essen und beim Phoenix-Halbmarathon von einer ausgezeichneten Teamleistung die uns jeweils zu Platz 2 katapultierte.
Aber auch beim Frühjahrscross im Steigerwald, beim Dortmunder AWO-Lauf und beim Bottroper Herbstwaldlauf landete ich unter den Top 3. So oft stand ich noch nie innerhalb eines Jahres auf dem Treppchen, lag wahrscheinlich auch an der neuen Altersklasse.

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Neue Disziplin erobert: Sprint

Mein größtes Projekt 2015 lief auf der kürzesten Distanz. Unter #400in100 bebloggte ich mein Ziel innerhalb von 100 Tagen zum 400-Meter-Läufer zu werden. Es waren 100 harte Tage in denen mich Christian Borggräfe zu einer Sprintmaschine formte.
Nach 50-Tagen gab es mein erstes 200m-Rennen, nach 100-Tagen mein erstes 400m-Rennen. Mit einer Ausgangszeit von 61 Sekunden an Tag 1 verbesserte ich mich zu einer Zeit von 54,99, welche ich beim Siegburger Sommermeeting lief. Es war eine schmerzhafte Zeit, die ich wohl so schnell nicht vergessen, aber auch nicht wiederholen werde. Eine Zeit, die mich sportlich weit voran gebracht hat. Insbesondere von der Verbesserung meiner Lauftechnik werde ich auf Jahre zehren.

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Persönliche Bestzeit bei allen 3 Firmenläufen

Vom Sprinttraining habe ich auch auf kurzen Langstrecken profitiert. Ich ging 2015 erneut bei den 3 Firmenläufen in Dortmund, Essen und Duisburg an den Start. Alle Distanzen lagen zwischen 5 und 6 Kilometern. Bei allen Wettkämpfen konnte ich meine eigene Zeit weiter toppen und gehörte jeweils zum Topteam meines Unternehmens, welches stets mit über 300 Athleten am Start war.

Firmenlauf Essen 2015 - vom Quartier zum Grugapark.

10 Kilometer Bestzeit nach über 7 Jahren geknackt

Und dann war da noch der Dresden Marathon, 7 Wochen nach #400in100. Ich absolvierte ein „Überführungstraining“ und steigerte die Distanzen wieder langsam. Ziel war es, mit der neu gewonnen Athletik in Dresden Bestzeit zu laufen. Eine Bestzeit die ich vor über 7 Jahren aufgestellt habe, als ich wesentlich weniger gelaufen bin. Trotz des gesteigerten Trainings war ich seither nie in der Lage die Zeit zu unterbieten. Und beim Rennen in Dresden fühlte ich mich auf einmal dermaßen „eingebrochen“, dass ich mich von dem Ziel verabschiedete. Doch 1 km vor der Ziellinie realisierte ich, dass es noch machbar ist. Und haute alles raus, zur neuen Bestzeit.

Und doch noch gnadenlos untergegangen

Im Prinzip gibt es bei mir 1x im Jahr ein Rennen, in dem es so gar nicht läuft. Ein Wettbewerb, in dem ich mir die Kraft falsch einteile und dann sang- und klanglos krachen gehe. Und doch sah es 2015 so aus, als ob es dieses Rennen nicht geben wird. Bis in den Dezember bin ich ohne Bruchlandung gekommen. Und dann fand ich meinen Lehrmeister in der Getting Tough Race, dem härtesten Hindernislauf Deutschlands. Ich wollte noch mal so locker nen Matschlauf zum Jahresabschluss mitnehmen.
Und dann lag ich vor Krämpfen gekrümmt anderthalb Kilometer vor dem Ziel einfach so rum. Und schleppte mich nach reichlicher Verzögerung doch noch irgendwie rein. Den Beitrag dazu bin ich noch immer schuldig, er ist schon fertig verfasst, ich warte nur noch auf die Bilder. Aber für 2016 bin ich schon wieder angemeldet…

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In diesem Sinne, euch allen einen guten Rutsch!

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